Am Samstag 10. September ging's wieder zum Kanufahren. Unsere bekannte Tour, von Sulz über Fischingen nach Horb wurde am letzten Feriensamstag, als Abschluss, geplant. Leider waren noch nicht alle aus dem Urlaub zurück,
so dass diesmal doch einige bekannte Gesichter nicht dabei sein konnten. Die Anfahrt ging im Autokonvoi vom
Uferparkplatz bis nach Fischingen, wo wir zunächst unser Grillgut fürs Mittagsessen und die über Mittag auch dringend benötigte trockene Kleidung deponierten. In Sulz
angekommen, lagen die Boote schon bereit, so dass wir auf die sonst übliche dramatische Einweisung durch den Verleiher, auch dank der erfahrenen Paddler, verzichten
konnten. In er oder 3er Booten starteten die Teams gut gelaunt flussabwärts. Nach wenigen hundert Metern wurden jedoch schon die ersten Kenter- und Enterversuche, vom gewichtsmäßig völlig überbesetzten Boot (Achim,
Alexander, Andy und Jürgen), das für maximal 3 Leute ausgelegt war unternommen. Der Adrenalinspiegel der Insassen der anderen Boote schnellte sofort in die Höhe, als die vier ihr Boot an einer engen Stelle quer zur Fahrtrichtung stellten, um die anderen Boote abzupassen.
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Zum Glück schwabbten die Wellen der Strömung über den Rand des "tiefergelegten Bootes" und die vier Jungs "soffen" ab. Bis das völlig vollgelaufene Boot wieder ausgeleert und
startklar war, waren viele Boote schon weit flussabwärts in Sicherheit. Da dies noch öfters passierte wurde das Boot schon bald zum U-Boot. Der Spaß blieb dank des "Titanic-Feelings" dennoch nicht auf der Strecke. Einige andere Boote wurden dann auf der Strecke bis zum Wehr doch noch "überredet" den trockenen Sitzplatz im Boot gegen einen Steh- oder Schwimmplatz im Wasser einzutauschen.
Dies war wohl in einigen Fällen nicht rein verbal möglich.
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So wurde doch auch einige körperliche Schwerstarbeit nötig, die den Überredungskünstlern einheizte, die sich in den kühlen Fluten, stehend oder schwimmend, abkühlen
konnten. Durch die vielen Sondereinlagen saß die erste, noch trocken gebliebene Gruppe schon an der Grillstelle und genoss schon das gegrillte Steak, als die frisch gebadete Gruppe eintraf.
Zunächst wurden dann alle beim Bootshaus trockengelegt und kamen dann dank der warmen und trockenen Kleidung überglücklich zum Mittagessen an die Grillstelle.
Nach der Mittagspause begann die ca. 5 Stunden dauernde Etappe sehr friedlich.
Wie morgens schon, versank der Vierer ohne Steuermann, diesmal an einer Engstelle mit starkem Wellengang. So kam erst nach einer halben Stunde wieder Schwung in die seitliche Bewegung der Kanus, als die schon nassen
Bootsbesetzungen zum Überholen angesetzt hatten. Nachdem das Wetter sich mit wärmenden Sonnenstrahlen auch von der besten Seite zeigte, waren die meisten Teams dann doch auch bereit die trockene Kleidung in eine Schwimmkleidung mit Schwammeigenschaften umzutauschen. Zunächst hatten
sich noch einige Kanuteams durch Sprünge ins knietiefe Wasser vor dem Totaluntergang gerettet und nur das Boot war vollgelaufen. Nach dem 2. oder 3. Kentern des Bootes war aber meist auch eine tiefe Stelle des Flussbettes
dabei, so dass auch der Hals von außen etwas erfrischendes Wasser berühren durfte. Vor dem Wiedereinstieg wurden dann schwimmend die abgetriebenen Paddel bzw. Trockentonnen eingesammelt, manchmal auch von flussabwärts
Gekenterten aufgefangen. So war ein großes Spritz-, Plansch- und Badeteam entstanden in dem jeder immer mehr bereit wurde, die anderen aufs Neue in die kühlenden Fluten zu "bitten".
Bis auf das Boot, mit Svenja und Sabine Wurster, hatten alle Mitpaddler die Gelegenheit direkt vom Boot aus in die frischen Fluten des Neckars einzutauchen
genutzt. Aber auch diese wollten, am Ziel in Horb angekommen, doch auch ins Wasser. Sie wagten sich, dann allerdings im Badeanzug - ohne zusätzliche
lästige Kleidung - zum kurzen 'Schwimm' in den Neckar. Zum Schluss waren somit alle frisch gebadet. Jeder freute sich dann aber auf seine trockene Kleidung, die vom Kanuverleiher bis zum Ziel in Horb mitgebracht wurde.
Alle hatten den Tag genossen und fuhren gut gelaunt nach Hause oder zum Abschluss ins Bahnhöfle.